Im Folgendne möchte ich am Beispiel von Johanna Jung wieder einmal die Video-Bewerbung diskutieren:
In Zeiten des „Web 2.0“ gewinnt die Bewerbung per Video im Netz immer mehr an Bedeutung. Ein Bewerbungsvideo ist sicherlich eine nette Idee, sofern die Umsetzung professionell gelingt. Gerade bei diesem Punkt sehe ich aber das größte Problem. Ich denke, dass nur sehr wenige in der Lage sind, eine professionelle Videoproduktion selbst auf die Beine zu stellen. Einen professionellen Dienstleister für die Erstellung des Videos zu engagieren sprengt vermutlich den finanziellen Rahmen vieler Bewerber. Abgesehen davon ist zu überlegen, ob der zeitliche und / oder finanzielle Aufwand den Nutzen rechtfertigt.
Auch, wenn Frau Jung in dem Video sympathisch rüberkommt, würde ich als Personalverantwortlicher nicht darauf verzichten wollen, vollständige Bewerbungsunterlagen einzusehen. Insofern stellt sich die Frage, ob sich der Aufwand für die Produktion eines Videos lohnt, wenn man dadurch „nur“ erreicht, dass die Bewerbung gelesen wird!
Das Video an sich ist ganz nett gemacht. Als Kritik würde ich anfügen, dass ich – trotz sehr guter Englischkenntnisse – meine Probleme habe, Frau Jung akustisch zu verstehen.
Gerade in Ihrem Fall, wo sie sich für eine Position im internationalen Tourismus bewirbt und sehr gute Englischkenntnisse sicherlich ein Muss sind, ist es schade, wenn diese im Video vielleicht schlechter rüberkommen als diese in Wirklichkeit sind.
Vielleicht wäre es besser gewesen, die Zeit der Videoproduktion in die Erstellung einer aussagekräftigen Bewerbungsmappe zu investieren?









