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Im Internet stehen auch Bewerbern die vielfältigsten Möglichkeiten offen. Soziale Netzwerke, online-Präsentationen, eigene websites, Blogs, und Videos werden für die Vermarktung der eigenen Person genutzt. Grundsätzlich ist diese Entwicklung zu begrüßen, doch sie birgt auch einige Gefahren.
Ein Bewerber, der das Internet für die Vermarktung seiner Person nutzen möchte, sollte sich auf jeden Fall klar darüber sein, das er durch seine online-Präsentation zwangsläufig eine ganze Menge persönlicher Details preisgibt. Wird z.B. das Video auf einer öffentlichen Plattform präsentiert, ist immer die Möglichkeit unerwünschter Reaktionen durch Dritte gegeben. Dadurch kann sehr schnell das Gegenteil erreicht werden. Man gibt sich der Lächerlichkeit preis und wird zur Zielscheibe ungewollter Resonanz.
Überlegen Sie sich deshalb genau, ob und wie Sie sich im Internet präsentieren möchten.
Grundsätzlich ist die Bewertung von Bewerbungsunterlagen immer subjektiv und (leider) gibt es keine Norm-Bewerbung.
Als erfahrene Führungskraft und Personalberater bin ich aber der Ansicht, dass ein Deckblatt nicht notwendig ist. Es ist nur ein Blatt mehr in der Bewebung, dem ich keine wesentlichen Informationen entnehmen kann.
Bevor Sie ein Deckblatt verwenden, dass Ihnen nicht gut gelungen ist, empfehle ich Ihnen, das Foto rechts oben im Lebenslauf einzufügen und auf ein Deckblatt zu verzichten.
Letztlich kommt es darauf an, saubere und vor allem vollständige Unterlagen abzugeben, die dem Empfänger schnell einen sehr guten Überblick über die Fähigkeiten und Eigenschaften des Bewerbers vermitteln.
Als Kritikpunkt zum Video lässt sich anführen, dass man sich mit dem 1. Satz im Anschreiben nicht von der breiten Masse der Bewerber abhebt. Darüber hinaus ist die Reihenfolge im Lebenslauf zu überdenken. Beginnen Sie nach den persönlichen Daten hier immer mit Ihrer aktuellen Beschäftigung und gehen Sie dann chronologisch zurück bis zur Schulzeit.
Das folgende Video ist nicht sehr professionell gemacht und stellt die Fehler sehr überspitzt dar. Leider ist es aber nicht all zu weit von der Realität entfernt:
Im Folgendne möchte ich am Beispiel von Johanna Jung wieder einmal die Video-Bewerbung diskutieren:
In Zeiten des „Web 2.0“ gewinnt die Bewerbung per Video im Netz immer mehr an Bedeutung. Ein Bewerbungsvideo ist sicherlich eine nette Idee, sofern die Umsetzung professionell gelingt. Gerade bei diesem Punkt sehe ich aber das größte Problem. Ich denke, dass nur sehr wenige in der Lage sind, eine professionelle Videoproduktion selbst auf die Beine zu stellen. Einen professionellen Dienstleister für die Erstellung des Videos zu engagieren sprengt vermutlich den finanziellen Rahmen vieler Bewerber. Abgesehen davon ist zu überlegen, ob der zeitliche und / oder finanzielle Aufwand den Nutzen rechtfertigt.
Auch, wenn Frau Jung in dem Video sympathisch rüberkommt, würde ich als Personalverantwortlicher nicht darauf verzichten wollen, vollständige Bewerbungsunterlagen einzusehen. Insofern stellt sich die Frage, ob sich der Aufwand für die Produktion eines Videos lohnt, wenn man dadurch „nur“ erreicht, dass die Bewerbung gelesen wird!
Das Video an sich ist ganz nett gemacht. Als Kritik würde ich anfügen, dass ich – trotz sehr guter Englischkenntnisse – meine Probleme habe, Frau Jung akustisch zu verstehen.
Gerade in Ihrem Fall, wo sie sich für eine Position im internationalen Tourismus bewirbt und sehr gute Englischkenntnisse sicherlich ein Muss sind, ist es schade, wenn diese im Video vielleicht schlechter rüberkommen als diese in Wirklichkeit sind.
Vielleicht wäre es besser gewesen, die Zeit der Videoproduktion in die Erstellung einer aussagekräftigen Bewerbungsmappe zu investieren?
Zwischendurch mal etwas zum lachen…
Diese Frage wird mir immer wieder einmal gestellt. Die Kandidaten sind sich nicht sicher, ob Sie “normales” Papier oder Papier mit einem Wasserzeichen bei der Bewerbung verwenden sollen. Die Antwort ist dabei ganz einfach.
Kein Unternehmen erwartet von einem Bewerber, dass er sich auf teurem Papier mit Wasserzeichen bewirbt. Vielmehr kommt es auf den Inhalt der Bewerbung an. Einer der einfachsten und zugleich wichtigsten Bewerbungstipps ist, bei einem sauberen und ordentlichen Erscheinungsbild den Fokus auf den Inhalt und dessen Vollständigkeit zu legen.









